Kontaktné info
Mapa Nitry
TIK na Facebooku
Nitra virtuálne

Die Geschichte der Stadt

images/26-03-2012_11-53-09_crop.jpg

Das Wichtigste aus der Geschichte Nitras und ihrer Umgebung

30 000 bis 23 000 v. u. Z
Die ersten Einwohner lebten hier schon in der Urzeit. Sie siedelten in einfachen Behausungen auf dem Hügel Tobola im heutigen Stadtteil Čermáň unweit von Horné Krškany.
In einer Höhle unter der Nitraer Burg wurde eine vorübergehende Siedlung der ältesten Bewohner des Gebietes – der Mammutjäger – entdeckt. Funde von Klingen, Spitzen und mehreren Splittern aus Feuerstein und Jaspis zeugen davon, dass die Urbewohner aus ihnen vor Ort Gebrauchsgegenstände herstellten.

4 500 v. u. Z
In dieser Zeit lebten im heutigen Stadtgebiet (Zentrum, Párovce, Mlynárce, Zobor) Stämme von Ackerbauern, die zum ersten Mal begannen, den Lössboden zu kultivieren.

1 800 bis 750 v. u. Z
Das heutige Stadtgebiet und dessen nähere Umgebung waren von Stämmen besiedelt, die sich mit Ackerbau, Viehzucht, Jagd, Guss und der Verarbeitung von Bronze und Gold beschäftigten. Die für diesen Raum typische Kultur heißt Nitraer-Kultur. Die hiesigen Töpfer erreichten ein sehr hohes handwerkliches Niveau.
Die Urbewohner bewehrten das Areal der Oberen Stadt und errichteten hier – um sich gegen die Angriffe nomadischer Stämme zu schützen – eine umfassende, durch Wassergraben und Erdwall geschützte Siedlung.

750 bis 400 v. u. Z
Auf dem Scheitel des Berges Zobor stand eine 2 bis 10 Meter hohe Festung mit massiven Wällen. Sie diente dem Schutz der Bewohner vor Einfällen und Angriffen fremder Stämme. Kleinere Festungen befanden sich auf dem Hügel Lupka, in Dražovce oder auf dem Berg Žibrica.

40 bis 0 v. u. Z
In dieser Zeit bewohnte das Gebiet das kämpferische Volk der Kelten. Sie kannten die Geheimnisse der Metallurgie und waren geschickte Schmiede.

4. Jahrhundert u. Z. 
Zur Zeit der Völkerwanderung bewohnten diese Gegend die germanischen Stämme der Goten und Quaden.Nach ihnen haben sich auf diesem Gebiet die Slawen niedergelassen.

623 – Der fränkische Kaufmann Samo trug durch Waffenlieferung und persönlichen Einsatz zur Beendung der Herrschaft der Awaren über die Slawen bei. Nach dem Sieg wurde er von den slawischen Fürsten zum König gewählt und unter seiner Herrschaft entstand eine stammesübergreifende Organisationseinheit, das sog. Reich des Samo. Nitra und Bratislava und die anliegenden Gebiete stellten wahrscheinlich die Zentren dieses ersten organisierten Staatsgebildes dar.

820 – Slawische Begräbnisstätten in der Stadt und ihrer Umgebung zeigen, dass sich gerade hier ein wichtiges politisches, militärisches und wirtschaftliches Zentrum eines großen frühen Feudalstaates befand, der fast das gesamte Gebiet der heutigen Slowakei und den angrenzenden Teil von Ungarn einschloss. Wir nehmen an, dass Fürst Pribina über das Gebiet, das zuvor dem Reich des Samo angehörte, herrschte. Nitra war Sitz des Nitraer Fürstentums. Fürst Pribina ließ hier die erste christliche Kirche erbauen, die zwischen den Jahren 829 und 833 vom Salzburger Erzbischof Adalram geweiht wurde.

833 – Pribina wurde vom mährischen Fürsten Mojmir I. aus Nitra vertrieben und das Nitraer Fürstentum wurde dem Mährische Fürstentum angeschlossen. Es entstand ein Staatsgebilde, das in Geschichtsquellen „Großmähren“ genannt wird.

863 – Die byzantinischen Brüder Konstantin und Method kamen in die Slowakei, um die slawischen Völker in ihrer eigenen Sprache über die ewigen Wahrheiten der Heiligen Schrift zu unterrichten. Konstantin (Kyrill) schuf die erste slawische – die glagolitische – Schrift wie auch die ersten Übersetzungen liturgischer Texte ins Altslawische.

880 – In einem päpstlichen Schreiben an Zwentibald (Svätopluk) unter dem Titel „Industriae tuae“, das als eines der wertvollsten schriftlichen Zeugnisse über die slowakische Geschichte gilt, verlieh Johannes VIII. Svätopluk den Titel „König“ und ernannte Wiching (Viching) zum Bischof von Nitra. Schon damals hatte Nitra wohl urbanen Charakter, bestand aus fünf Festungen und mehr als 20 Siedlungen. Die Handwerke waren hoch entwickelt.

907 – Ende des Großmährischen Reiches.

993 – Am Fuß des Berges Zobor wurde das Benediktinerkloster des hl. Hippolyt – das älteste Kloster der Slowakei – errichtet. Die Benediktinermönche waren Bauern. Unter dem Berg Zobor wirkte auch der hl. Andreas - Zoerad (Svorad).

11. Jh. – Auf dem Burghügel stand bereits die romanische Emmeramskirche, der ein Friedhof angeschlossen wurde. Zentrum der politischen Macht wurde die frühromanische Burg auf dem Burgfelsen in der Oberen Stadt.

1018 bis 1025 – Das Gebiet der Slowakei war Teil des ungarisches Staates und Nitra Sitz eines Grenzherzogtums.

1111 – In diesem Jahr entstand die erste Zobor-Urkunde, ein Bestandsverzeichnis des Vermögens des Benediktinerklosters des hl. Hippolyt. Sie bezeugt die Existenz einer im Benediktinerkloster befindlichen Schule wie auch den Namen des ersten und ältesten uns bekannten Bürgermeisters von Nitra, Peregrin.

1113 – Entstehungsjahr der zweiten Zobor-Urkunde.

1230 – Franziskaner ließen sich in Nitra nieder.

1248 – Mit einem Privileg der Stadt Nitra wurde der Stadtteil Párovce zum  „Castrum Judeorum“ (befestigte jüdische Stadt) ernannt. Der ungarische König Béla IV. erhöhte Nitra zu einer freien Königsstadt.

14. Jh. – Matthäus Csák von Trentschin (Matúš Čák Trenčiansky) erweiterte seinen Einflussbereich auch auf die Stadt Nitra.

1432 – Nitra wurde von Hussiten-Truppen belagert, Stadt und Burg wurden beschädigten.

1472 – Matthias Corvinus erteilte der Unteren Stadt schriftlich königliche Privilegien.

1530 – Beginn der Türkischen Angriffe auf Nitra und die Umgebung.

1608 – Piaristen kamen nach Nitra.

1622 bis 1642 – nach dem Friedensschluss von Mikulov gehörte die Stadt und die Burg Bischof Ján Telegdy. Dieser ließ einen neuen Bischofspalast errichten, den Turm restaurieren, die Obere Kirche im Barockstil umbauen und um die Untere Kirche erweitern.

1624 – Ján Telegdy berief die Franziskaner nach Nitra zurück und ließ für sie in der Oberen Stadt Kloster und Kirche bauen. 

1663 – Die Türken besetzten Stadt und Burg, in die sie durch Verrat eines näher nicht bekannten Deutschen aus der Burgbesatzung und des Kommandanten der ungarischen Truppe ohne jeglichen Widerstand einmarschieren konnten. Kirche und Franziskanerkloster wurden während der Okkupation vernichtet.

1664 – Nach der Vertreibung der Türken aus der Burg ließ Bischof Tomáš Pálffy aus Mauern und Gräben die jüngste, sternförmige Burgbefestigung errichten.

18. Jh. – Die Stadtbewohner wurden von Pestepidemien heimgesucht. 

1701 – Die Piaristen begannen, in Nitra zu unterrichten und taten dies bis 1950.

1703 – Während des Aufstandes von Franz II. Rákóczi gegen die Habsburger besetzten und zerstörten dessen Truppen die Burg. Die Untere Stadt und der Stadtteil Párovce wurden niedergebrannt. Die Stadt wurde bis zur Kapitulation der Aufständischen im Jahr 1708 verheert.

1715 – Erste Erwähnung des Priesterseminars in Nitra.

1748 – Die Stadt und ihre Umgebung wurden von gefräßigen Schwärmen von Wanderheuschrecken heimgesucht.

1750 – 21 Familien und ein Rabbiner gründeten im Stadtteil Párovce die jüdische Glaubensgemeinschaft.

1765 – Bischof Ján Gustíny stiftete der Stadt ein Stadthaus, das bis 1880 seinem Zweck diente.

1782 – Kaiser Joseph II. löste das Kloster im Stadtteil Zobor wie auch den Orden der Kamaldulenser auf. Im Klostergebäude wurde eine Manufaktur eingerichtet.

1785 – Im Zuge der territorial-administrativen Reform Kaiser Josephs II. entstand hier der Distrikt Nitra. Aus diesem und den Distrikten Banská Bystrica und Košice bestand die damalige Slowakei.

1836 – In Nitra wurde die erste Druckerei in Betrieb genommen.

1844 – Nitra hatte 5 492 Einwohner.

1878 bis 1879 – Nach dem Projekt von F. Schmidt und J. Lippert aus Wien wurde im östlichen Trakt des Großen Seminars die neoklassizistische Diözesanbibliothek als getreue Kopie Széchényis Ungarischer Nationalbibliothek in Budapest errichtet. Ihren Bestand bildeten mehr als 100 000 kostbare Bände wie auch 78 wertvolle Erstdrucke aus den Jahren 1473 bis 1500.

1880 bis 1882 – Beginn des Baus des Rathauses.

1882 – Errichtung des klassizistischen Gebäudes des Theaters.

1883 – Nitra wurde zum Sitz des Oberungarischen Magyarischen Bildungsvereines FEMKE, der einen starken Ungarisierungsdruck auf die Slowaken ausübte. Das neu errichtete Župné divadlo (Gautheater) stellte eine verkleinerte Kopie des Nationaltheaters in Budapest dar. 1945 wurde es bei der Bombardierung der Stadt vernichtet. 

1902 – Im Erdgeschoss des Piaristengymnasiums wurde das Nitraer Gespanchaftsmuseum eröffnet.

1910 bis 1911 – Nach Projekten L. Baumhorns wurde im orientalischen Stil die Nitraer Synagoge  errichtet.

1921 bis 1928 – Der Nationalkünstler Janko Jesenský war Nitraer Gespan.

1922 – Nitra hatte 15 041 Einwohner.

1926 – Das Kino Palace wurde eröffnet.

1931 – Beginn der großen Wirtschaftskrise. Nitra zählte ungefähr 1000 Arbeitslose.

1933 – Zum Anlass des 1100. Jahrestages der Weihe der von Pribina gestifteten ersten Kirche auf slowakischem Boden fand eine großartige Pribina-Feier statt.

1940 – Nitra wurde Sitz der Gespanschaft.

1942 - Die Hlinka-Garde zerstörte 537 jüdische Läden. Im März wurde der erste Zugtransport mit 1100 Juden abgefertigt. Im April wurden vom Bahnhof in Nitra 6000 Juden in drei Güterzügen deportiert.

1944 – Nitra wurde von der deutschen faschistischen Armee besetzt. Vor Weihnachten wurde die Stadt bombardiert. 

1945 – Nitra wurde abermals bombardiert. Etwa 1000 Menschen kamen ums Leben und 53 Häuser wurden zerstört. Die Befreiung der Stadt durch die Rote Armee dauerte einige Tage. Die deutschen Truppen wurden am 30. März nach schwierigen Kämpfen aus der Stadt gedrängt.

1949 – Nitra wurde zum Sitz des Kreises und ist es bis 1960 geblieben.

1952 – Gründung der Landwirtschaftlichen Hochschule mit den Lehrstühlen für Agronomie und Zootechnik.

1960 – Der Kreis Nitra wurde abgeschafft. Nitra wurde zum Sitz des Bezirkes erklärt, die neuen Bezirke Zlaté Moravce und Vráble wurden angeschlossen.

1965 – Nitra hatte 45 588 Einwohner. Die Pädagogische Fakultät nimmt ihre Tätigkeit auf.

1974 – Dieses Jahr markiert den Anfang der regelmäßigen landwirtschaftlichen Messen Agrokomplex auf dem gleichnamigen Messegelände.

1986 – Nitra hatte 86 000 Einwohner.

1993 – Zum Anlass des 60. Jahrestags der Pribinafeier in Nitra sowie des 1. Jahrestags der Konstitution wurde ein großartiges Fest abgehalten.

NISYS – das Nitraer Informationssystem nahm seine Tätigkeit auf.

1995 – Papst Johannes Paul II. besuchte Nitra.

1996 – Der Umbau der Štefánikova und der Kupecká Str. in der Fußgängerzone wurde abgeschlossen. Dadurch erhielt das Zentrum seine heutige Gestalt.

Kalendár podujatí
E-pohľadnica

Pošli svojmu priateľovi elektronickú pohľadnicu z mesta Nitra.

Poslať pohľadnicu